High End Produkte für Simracer

Das Logitech G27 zerlegt in seine Einzelteile

Anlass für diese Aktion war zu prüfen, ob das neue Logitech G27 sich für meinen Umbau weiterhin eignet. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang Logitech. Meine Untersuchungen haben ergeben, das G27 lässt sich genau so problemlos in ein JL-Lenkrad umbauen wie das Logitech G25.
Die Demontage des G27 habe ich in dieser Bilderserie festgehalten. Einmal um dem technikinteressierten Leser Gelegenheit zu geben in das neue G27 rein zu schauen und um reperatur- oder moddingmutigen Besitzern einen Eindruck zu geben, was sie bei der Demontage erwartet.


Nach dem entfernen der Lenkradschrauben sehen wir die neue Leiterplatte, die mit zwei Schrauben befestigt ist. Die Lenkradtaster sind über zwei vierpolige Stecker angeschlossen.


Die neue Leiterplatte trägt nun auch jede Menge Elektronik und die LED für die Schaltanzeige. Die Taster für die Schaltwippen sind die Gleichen wie beim G25.


Nach dem entfernen der Leiterplatte sind die drei Schrauben zu sehen, welche die Schaltwippeneinheit mit der Lenkwelle verbinden.


Die roten Pfeile zeigen die Positionen der Schrauben die den oberen Gehäusedeckel halten. Die grünen Pfeile zeigen die Schrauben welche das Lenkgetriebe mit dem Gehäuseunterteil verbinden.


Zum Öffnen das Gehäuseoberteil hinten hochziehen.


Das nun zu erkennende Innenleben ist dem des G25 sehr ähnlich.


Neu am G27 diese beiden "Töpfe", deren Sinn weiter unten erklärt wird.


Die mechanische Drehwinkelbegrenzung ist gleich geblieben. Bei der Montage unbedingt darauf achten, dass die Zahnstange genau mittig steht und der Nocken der Lenkwelle genau nach oben zeigt. Wenn hier nur ein Zahn Versatz ist, kann sich das G27 (G25) nicht mehr kalibrieren.


Hier der Sitz der geheimnisvollen Blattfeder über deren Herkunft schon viele gegrübelt haben. Die Feder soll ein klappern der Zahnstange verhindern.


Das demontierte Lenkgetriebe.


Hier nun das neue, schrägverzahnte Zahnrad auf der Lenkwelle. Das Zahnrad ist zum Ausgleich des Zahnspiels nicht mehr geteilt. Im Fahrbetrieb dürfte das kaum auffallen.


Die Motoren mit den schrägverzahnten Ritzeln. Die Motorwellen wurden um 3,5 mm verlängert. Warum wird gleich erklärt.


Die Enden der Motorwellen tauchen in diese gefederten Gegenlager ein. Dadurch werden die Motorwellen in eine Richtung gedrückt. Das Axialspiel in der Motorwelle wird so gedämpft. Dennoch hört man beim fahren deutliche Klackgeräusche wenn kurze, kräftige Impulse auf das Lenkrad gegeben werden. Die allgemeine Geräuschentwicklung ist jedoch im Vergleich zum G25 wesentlich geringer.


Das Gegenlager und die darunter liegende Druckfeder.


Die Motoren haben eine weitere Befestigungsschraube bekommen.


Die Motoren des G27 wurden modifiziert. Das Gehäuse ist nun vorne geschlossen. Auch die Aufhängung der Kollektorkohlen ist anders geworden. Ob die Motoren mehr Leistung haben kann ich noch nicht sagen. Die Leistungs-IC auf der Leiterplatte sind jedenfalls die selben Typen geblieben wie beim G25.


Der Winkelsensor ist gegenüber dem G25 unverändert. Der an sich sehr gute Sensor hat leider zwei Schwachpunkte. Sie äußern sich so, dass das Lenkrad während des fahrens seine Mittenstellung verliert.
1. Die Befestigungsschrauben für den Leiterplattenträger können sich lockern. Einfache Abhilfe, wieder festziehen. Wenn vorhanden, Schrauben möglichst mit Schraubensicherungsmittel sichern.
2. Das schwarze Rad ist nur auf die Welle gesteckt. Es kann vorkommen, dass die Nabe reißt und sich das Rad dann leicht verdrehen lässt.
Eine Anleitung zur Reparatur ist hier zu finden.


Zum Schluss noch ein Hinweis an alle, die das G25 Lenkgetriebe demontiert haben, sprich die Metallplatte mit den Motoren vom Kunststoffgehäuse abgeschraubt haben.
Im Gegensatz zum G27 hat das G25 auf der Lenkwelle zwei hintereinander sitzende Zahnräder, die über Zugfedern gegeneinander verspannt werden. Das erhöht die Laufruhe und nimmt das Spiel aus der Verzahnung. Entfernt man die Motoren, wird diese Verspannung gelöst. Würde man nun das Getriebe einfach wieder zusammenbauen, wäre die Wirkung des Doppelzahnrades aufgehoben, die Zahnräder hätten Spiel und das Getriebe würde bei Lastwechsel wahrscheinlich klappern.
Vor der Montage muss also die Vorspannung unbedingt wieder hergestellt werden. Damit das möglich ist hat Logitech an der Vorderseite des Getriebegehäuses eine Bohrung angebracht. Diese Bohrung deckt sich mit Löchern in den zwei Zahnrädern.
Der Montageablauf geht so:
1. Lenkachse so drehen, dass die Löcher in den Zahnrädern sich in etwa mit der Bohrung im Gehäuse decken.
2. In die Gehäusebohrung von vorne z.B. einen 2,5 mm Bohrer mit der Schaftseite zuerst einstecken. Nun Die Lenkwelle vorsichtig hin- u. herdrehen, bis der Bohrer sich in der Bohrung des vorderen Zahnrades fängt.
3. Das hintere Zahnrad jetzt so weit gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis sich der Bohrer durch beide Löcher in den Zahnrädern durchstecken lässt. Nun die Metallplatte mit den Motoren mit dem Getriebegehäuse verschrauben. Die Platte ist oben freigemacht, so dass der Bohrer bei der Montage nicht stört.
4. Bohrer rausziehen, fertig und freuen.